Bisheriger Stand: 11 Aktionen in 8 Städten bundesweit (Köln, Leverkusen, Bremen, Gelsenkirchen, Stuttgart, Mannheim, Bad Salzuflen, Berlin).

Seit im Dezember 2016 öffentlich wurde, dass der AfD-Bundesparteitag im Kölner Maritim-Hotel stattfindet, gab es Proteste des „Antifaschistischen Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts“ und der bundesweiten Kampagne „Solidarität statt Hetze“ dagegen.

In Köln zeigten diese Proteste sehr schnell Wirkung: Die Kirchen, der Rat der Stadt Köln, die Oberbürgermeisterin, der DGB, die Parteien SPD, die Linke, die Grünen, der Festausschuss Kölner Karneval und die Synagogengemeinde Köln forderten die Absage des Bundesparteitages der AfD im Maritim. Aber das Maritim blieb dabei, am 22./23. April der AfD den Raum für ihre rassistische Propaganda zu bieten.

Grund genug die Kampagne auszuweiten: Am 18.3. gab es deshalb den bundesweiten Aktionstag gegen das Maritim, im Rahmen des internationalen Aktionstag gegen Rassismus, Faschismus, Austerität und den EU-Turkei-Deal am gleichen Tag.

Es wurde in 8 Städten bei 11 Aktionen in und vor Maritims geflyert, Reden gehalten, mit Großtransparenten und Buchstabenaktionen sichtbare Zeichen gesetzt, gestört und blockiert. Schwerpunkte waren Köln und Berlin. In Köln beteiligten sich trotz heftigen Regens 200 Leute an einer der Demonstration und Kundgebung. In Berlin, wo es in einem der beiden Maritims eine AfD Veranstaltung zum Thema Extremismus gab, wurde der Vortrag des BKA-Vertreters Uwe Kemmesies durch Antifaschist*innen gestört. (Ausgewählte Aktionen im Einzelnen finden Sie auf der folgenden Seite).

Es gab weitere Aktionen in den Städten mit und ohne Maritim Hotels, von denen wir bis dato keine Rückmeldungen bekommen haben.

Erfreuliche Rückmeldungen haben wir aber auch auf einer anderen Ebene:

Die Unterzeichnungszahlen der Petition des „Antifaschistischen Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts“ bei Campact: mit der Forderung an die Geschäftsleitung der Maritim Kette: Kein AfD Bundesparteitag im Maritim in Köln steigen unaufhörlich:

https://weact.campact.de/petitions/kein-afd-bundesparteitag-im-maritim-in-koln-1

Und eine erfreuliche Ankündigung zum Schluss: Reiner Krause von Köln gegen Rechts, Teil der Kampagne Solidarität statt Hetze: „Der erfolgreiche Maritim Aktionstag hat „Köln Alarm“, die junge Aktivist*innengruppe von Köln gegen Rechts veranlasst, nicht nachzulassen. Sie rufen auf zur Kundgebung vor dem Maritim am Samstag 25.3. 2017, um nochmal öffentlich ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen: Kein Bundesparteitag der AfD im Maritim. Andernfalls Blockade des Parteitages im Maritim in Köln am 22.4.2017.“

Einige Berichte und Fotos finden Sie hier:

https://noafd-koeln.org/maritim-aktionstag-am-18-maerz/

Ausgewählte Aktionen am 18.3. 2017 im Einzelnen:

Köln 1: An der Hohenzollern Brücke hing von 10 Uhr bis 13 Uhr eine 60m langes Transparent:

Bundesparteitag der AfD blockieren – Hausverbot für Hetzer*innen.

Köln 2: Aktivist*innen der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ (NikA) blockierten um 10 Uhr kurz die Deutzer Brücke, um im Rahmen des europaweiten #18M „Day of Action against racism, fascism, austerity and EU – Turkey deal“ und des Maritim Aktionstages ein Zeichen gegen die Festung Europa zu setzen.

Köln 3: ca. 200 Leute trafen sich – trotz miserablen Wetters – um 14 Uhr auf dem Heumarkt, auf dem am 22.4. auch die Kundgebung der Kampagne „Solidarität statt Hetze“ stattfinden wird. Nach einer Begrüßung gab es eine kurze Demonstration durch die Innenstadt zurück zum Maritim zur Schlusskundgebung. Mit Papptafeln bildeten die DemoteilnehmerInnen die Slogans „Solidarität statt Hetze“ und Der AfD die Show stehlen“. Die weitere zentrale Losung lautete: Kein Bundesparteitag der AfD im Maritim. Andernfalls Blockade des Parteitages im Maritim in Köln am 22.4.2017.

Bremen: Die Linke und der SDS verteilten Flyer „Was sie über das Maritim wissen sollten…“ in den Hotelzimmern des Maritim.

Stuttgart : 18 Uhr Mahnwache vor dem Maritim von Linksparteijugend Solid und NoPegida Stuttgart.

Mannheim: 18 Uhr Mahnwache von „Aufstehen gegen Rassismus“ vor dem Maritim.

Bad Salzuflen: Selbst an ihrem Stammsitz blieb das Maritim nicht vom Protest gegen ihre AfD-Affinität verschont. Antifaschist*innen verteilten Flugblätter und erhoben die Forderung: Kein Bundesparteitag der AfD im Maritim und andernfalls Blockade des Parteitages im Maritim in Köln am 22.4.2017

Gelsenkirchen: Im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Solidarität statt Hetze“ besuchten Aktivistinnen der NikA Kampagne das Maritim und propagierten: Kein Bundesparteitag der AfD im Maritim und andernfalls Blockade des Parteitages im Maritim in Köln am 22.4.2017

Leverkusen: In Leverkusen gibt es kein Maritim Hotel. Aber es gab auch dort eine Aktion. Die Leverkusener Antifa malte ein großes Wandbild mit Text im Kulturausbesserungswerk : „Am 22. 4. den AfD Parteitag in Köln verhindern!“

Berlin 1: Im Foyer des Maritim in der Friedrichstraße gab es eine Flugblattaktion mit der Aufforderung von „Berlin gegen Rechts“: Kein Bundesparteitag der AfD im Maritim und andernfalls Blockade des Parteitages im Maritim in Köln am 22.4.2017.

Berlin 2: Maritim in der Stauffenbergstraße: Hier gab es die Besonderheit, dass ausgerechnet am Aktionstag gegen das Maritim, das Maritim Innenstadt der AfD trotz anderer Ankündigungen ihre Räume für einen Kongress zum Thema „Extremismus“ mit ihren rechtsradikalen Extremismus-Experten und einem Vertreter des BKA zur Verfügung gestellt hatte. Der Kongress konnte beim Vortrag des BKA-Vertreters Uwe Kemmesies kurzzeitig durch Antifaschistinnen gestört werden. (http://www.tagesspiegel.de/politik/kongress-im-berliner-maritim-hotel-afd-holt-sich-nachhilfe-in-extremismus-fragen/19537942.html)