Weiterer feministischer Protest kündigt sich für den 22. April am Maritim an: Feministische und queere Gruppen und Organisationen rufen für 10 Uhr zu einer Frauen*kette um das Maritim auf. Damit erhalten die Blockaden, zu denen „Solidarität statt Hetze“ aufruft, eine Ergänzung. „Kreativ-subversiv“ sollen die Absperrungen „in eine Einsperrung der AfD“ umgedeutet werden.

Die Aktivistinnen* wollen mit dem Protest darauf aufmerksam machen, dass die AfD „sich gegen alles, was die Frauen*-, Lesben-, und LGBTIQ*-Bewegungen in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben“, wendet.

Weitere Infos gibt’s hier.

Wir dokumentieren den Aufruf:

Köln, 22. 4. 17, 10 h
Treffen ab 9:30 h am Reiterstandbild zwischen Heumarkt & Maritim

Die AfD im Zaun halten – Frauen*kette ums Maritim

Lautstark werden wir die Absperrungen rund ums Maritim feministisch besetzen. Mit Plakaten, Transparenten und Musik werden wir Raum einnehmen, Platz schaffen für unterschiedlichste Frauen*gruppen mit ihren je eigenen Forderungen und Positionen. Wir werden die Absperrungen kreativ-subversiv umdeuten in eine Einsperrung der AfD!

Aktionskonsens: grenzenlos feministisch, laut, gewaltfrei

Es gibt viele Gründe, gegen die AfD auf die Straße zu gehen… Frauen* haben einen mehr!

Der Hass der Rechten richtet sich in erster Linie gegen das „Fremde“ von außen. Direkt danach aber, viel zu selten thematisiert, wendet er sich gegen das „Fremde“, das „Andere“ im Innern, die Frauen*. Vor allem gegen diejenigen, die der heteronormativen, am reaktionären Familienbild ausgerichteten Ideologie der Rechten widersprechen.
Die AfD wendet sich gegen alles, was die Frauen*-, Lesben-, und LGBTIQ*-Bewegungen in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben:
Liberalisierung des § 218, Antidiskriminierungsgesetz, Schutz vor Lohndiskriminierung, Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung, Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe, Finanzierung von Frauenhäusern und -beratungsstellen, Gleichstellungsbeauftragte… Sie fordert die Abschaffung von Quoten, stattdessen „mehr Förderung von Männern und Jungen“, hetzt gegen den von ihr sogenannten „Gender-Wahnsinn“ und droht mit entsprechender „Umerziehung“.

Diesem antifeministischen Rollback stellen wir uns als Feministinnen konsequent, solidarisch und kreativ entgegen.

Zu den Unterstützerinnen gehören u.a. agisra, Köln, Feministinnen gegen Rechts, Eifel, Fraueninitiative 04, Kölner Frauengeschichtsverein, LAG Lesben NRW, Lisa NRW, medica mondiale und rubicon, Köln.