Während der Kölner Polizeipräsident Mathies von angeblich zu erwartender Gewalt aus den „Blockaden“ heraus am 22. April fabuliert, bleibt die psychische Gewalt durch die AfD und ihre Anhänger*innen oft unerwähnt. Gewalt ist nicht erst dann gegeben, wenn eine Person physisch angegriffen wird. Was in den vergangenen Monaten unter dem Begriff „Hatespeech“ diskutiert wird, ist auch eine Form von Gewalt. Sie greift die Adressat*innen an, kann ihnen (längerfristigen) Schaden (Angstzustände, Depression, selbstschädigendes Verhalten) zufügen, wirkt aber auch auf der Ebene gesellschaftlicher Entwicklungen jenseits dessen:
Was die regelmäßige Hetze der letzten Jahre und ihre permanente mediale Verbreitung bereits bewirkt haben, ist deutlich am Zuwachs der Angriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte abzulesen. Die AfD ist bei weitem keine normale bürgerlich-demokratische Partei. Sie versucht, das gesellschaftliche Klima mit ständigen Grenzüberschreitungen zu vergiften und gefährdet dadurch letztendlich das Zusammenleben. Dass dies sich auch in einer immer größeren Gewaltbereitschaft ihrer Anhänger*innen niederschlägt, zeigt exemplarisch diese E-Mail als eine von vielen, die uns in den letzten Wochen erreicht haben.

 

 

Blockaden als Ausdruck gesellschaftlichen Widerstands

Menschenblockaden verstehen wir als einen starken Ausdruck gesellschaftlichen Widerstands. Wir wollen dadurch gemeinsam ein Zeichen setzen, dass die Hetze gegen Geflüchtete, die unmenschliche Politik gegen gesellschaftlich Ausgegrenzte, der Sexismus, der Antisemitismus, die rückwärtsgewandte Klimapolitik – kurz gesagt, die menschen- und gesellschaftsfeindlichen Einstellungen der AfD nicht einfach hingenommen werden. Wie in unserem Aktionskonsens festgehalten, wird dabei von uns keine Eskalation ausgehen.
Bringen wir am 22. April dieses starke Zeichen gemeinsam auf die Straße! Stehen wir der AfD im Weg!
Für eine solidarische Gesellschaft – Solidarität statt Hetze!