25.3. 2017 um 18 Uhr Mahnwache gegen den Bundesparteitag der AfD vor dem Maritim in Köln

Der bundesweite Aktionstag am 18.3. 2017 gegen den Bundesparteitag der AfD im Maritim am 22./23. 4. 2017 war ein Erfolg. Es gab 14 Aktionen in, vor und um die Maritim Hotels herum in 10 Städten (Genaueres s. Pressemitteilung vom 19.3.).

Doch damit sind die Proteste gegen das Maritim nicht zu Ende. Trotz der Aussage der Maritim Hotel-Hotelkette, gegenwärtig keine Räume mehr an die AfD zu vermieten, hat das Berliner Maritim Hotel am letzten Samstag der AfD erneut Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Außerdem soll der Bundesparteitag nach wie vor am 22./23. April 2017 im Kölner Maritim Hotel stattfinden.

In Köln gibt es aktuell eine Auseinandersetzung in mehreren Schulen, ob sie ihre Abibälle im Maritim veranstalten. Öffentlich geworden ist der Streit darüber in der Liebfrauenschule in Lindenthal.

Wie einige andere Gymnasien hat die Liebfrauenschule in den letzten Jahren immer wieder ihren Abiball, der von den Schüler*innen in finanzieller Zusammenarbeit mit Eltern organisiert wird, im Maritim gefeiert. In diesem Jahr gibt es Widerstand von Eltern und Schüler*innen dagegen wegen des dort geplanten Bundesparteitages der AfD am 22./23.4..

Steve Hudson (Vater, eines LFS-Schülers) dazu:

„Mehrere Familien haben sich bereit erklärt, sich einem Boykott des Maritim-Hotels anzuschließen. Unsere Abiturienten und Abiturientinnen haben Besseres verdient, als mit ihrem Abi-Ball ein Unternehmen zu unterstützen, das immer wieder gerne die AfD beherbergt.
Ausgerechnet in Zeiten der wachsenden Fremdenfeindlichkeit, wäre es ein verheerendes Zeichen, wenn der Veranstaltungsort des nächsten AfD-Parteitags mit einem weiteren Vertrag belohnt werden sollte.
Wir bitten alle Schüler und Schülerinnen, alle Eltern, alle Lehrer und Lehrerinnen und auch alle anderen Kölner Schulen, den Boykott gegen das Maritim tatkräftig zu unterstützen!

Die Schulleiterin Frau Schulten teilte auf Anfrage mit, dass noch nichts entschieden und der Vertrag noch nicht unterschrieben sei. Die Diskussion – in Form eines demokratischen Prozesses – zwischen Schüler*innen, Eltern, Lehrer*innen und Schulleitung gehe weiter. Vorsitzender des Fördervereins der Schule ist übrigens Werner Spinner, Präsident des 1. FC Köln. Er hat sich zu dem Konflikt noch nicht öffentlich geäußert.

Geäußert dazu hat sich der Vorstand der Bezirksschüler*innen- Vertretung: „ Bereits vor einiger Zeit forderten wir die Abiturjahrgänge auf, ihre Abibälle nicht im Maritim abzuhalten, weil das Hotel Schauplatz des Bundesparteitages der rassistischen Alternative für Deutschland sein wird. Die öffentliche Agitation faschistischen Gedankenguts sollten wir verhindern. Denn wer Rassismus keine Bühne bietet, verhindert, dass er sich weiter ausbreitet.“

Wir bieten allen Beteiligten eine weitere Gelegenheit, ihren Protest vor das Maritim zu tragen. Im Rahmen der Kampagne „Solidarität statt Hetze“ wollen wir am kommenden Samstag, dem 25. März, gegen diese privilegierte Partnerschaft zwischen dem Maritim und der AfD mit einer Kundgebung protestieren und laden alle ein, ihren Unmut darüber kundzutun.

Reiner Krause von Köln gegen Rechts: “ Ein Hausverbot für Björn Höcke reicht nicht, denn es gibt viele Höckes in der AfD. Es gilt weiterhin Druck aufzubauen, bis auch der letzte AfD‘ler Hausverbot hat! Kein Raum für Rassismus!“

Kundgebung 25. 3. 2017 um 18 Uhr vor dem Maritim Hotel in Köln (Facebook)

SOLIDARITÄT STATT HETZE – KEIN RAUM FÜR RECHTE SCHARFMACHEREI!

Antifaschistisches Aktionsbündnis – Köln gegen Rechts, Teil der bundesweiten Kampagne „Solidarität statt Hetze“ gegen den Bundesparteitag im Maritim in Köln am 22./23.4. 2017