Köln, 23.04.2017

Pressemitteilung

Solidarität statt Hetze – Bundesweite Kampagne gegen den AfD Bundesparteitag und Rechtsruck in Deutschland und Europa

PM: Proteste waren erfolgreich. Insgesamt 21.000 Teilnehmende bei Solidarität Statt Hetze

  •  19.500 demonstrierten am Samstag gegen den Rechtsruck und für Solidarität statt Hetze. 30. bis 40.000 Demonstrierende insgesamt in Köln unterwegs
  • 1.500 besuchen spontane Abschlusskundgebung von Solidarität statt Hetze am Sonntag auf dem Heumarkt mit der US-Band Anti Flag.
  • Erfolgreiche Blockaden am Samstag trotz Polizei-Schikane

Der Samstag:
Die Großdemonstration von Solidarität statt Hetze am Samstag über den Kölner Innenstadt Ring vom Maritim Hotel bis zum Dom und Hauptbahnhof wuchs von anfänglich 10.000 Demonstrierenden am Heumarkt auf über 15.000 Demonstrierende an. Menschen standen an den Fenstern und winkten der Demonstration zu oder schlossen sich spontan dem Protestzug an. Zuvor beteiligten sich bereits 3.000 Protestierende an den Sterndemonstrationen, die in Blockaden übergingen. 1.500 Menschen nahmen zusätzlich am öffentlichen Frühstück auf dem Heumarkt teil.

AfD-Delegierte wurden daran gehindert, den Parteitag rechtzeitig zu erreichen. Die AfD musste die für 10 Uhr geplante Eröffnung der Tagung um 45 Minuten nach hinten verschieben. Die rechten Politiker*innen der AfD bekamen den Unmut der Stadtgesellschaft auf dem Weg zum Martim Hotel unmittelbar zu spüren und wurden lautstark ausgebuht.

Mit den anderen Kundgebungen von Köln stellt sich quer, dem Festkomitee des Kölner Karnevals und anderen kleineren Demonstrationen zusammen waren somit zwischen 30.000 und 40.000 Menschen gegen den Rechtsruck in Deutschland und Europa in Köln auf der Straße.

Jan Sperling von Solidarität statt Hetze sagt: „Wir haben ein eindrucksvolles Zeichen gegen rechte Hetze und Menschenverachtung gesetzt und gezeigt: in unserer Gesellschaft ist hierfür kein Platz. Dagegen haben wir, mit verschiedenen Protestformen, ein deutliches Zeichen gesetzt.

Der Sonntag:
Die aufgrund des Angebotes der US-Punkband Anti-Flag spontan zustande gekommene Abschlusskundgebung wurde von 1.500 zumeist junger Menschen besucht. Mit druckvoller Live-Musik unter dem Reiterdenkmal am Heumarkt appellierten die US-Musiker an das Publikum, dem Rechtsruck Grenzen aufzuzeigen. Der US-Musiker Chris Barker war von der martialischen Polizeipräsenz beeindruckt: „Wovor hat die AfD eigentlich Angst in Deutschland?“ Er erkannte in Deutschland Parallelen zu der Situation in den USA mit Donald Trump und Frankreich mit Marie Le Pen. Nach ihrem Spontan-Auftritt reiste die Band weiter nach Luxemburg, dort war ein reguläres Konzert geplant.

Ein Köln gegen Rechts-Sprecher kritisierte bei der Abschlusskundgebung in der Rede (hier nachzulesen) nocheinmal die Kölner Polizei: „Kein Vorwurf war der Kölner Polizei zu absurd um den Protest gegen die AfD zu verhindern. So wurden in der Nacht von Freitag auf Samstag zwei unserer Freunde vor dem Maritim-Hotel kontrolliert. Die bei ihnen gefundene Wasserflasche, Desinfektionsmittel und Fahradspray hat die Polizei als Mittel zum – Achtung jetzt kommts – Bombenbau ausgelegt. Unsere Freunde erhielten Platzverweise gegen die wir selbstverständlich klagen werden.

Vor dem Dom versammelten sich darüber hinaus bei Pulse of Europe weitere 2.000 Kundgebungsteilnehmer*innen, auch hier gab es Kritik an der AfD und ihrem offenen Rassismus.